Heiko Fleisch: Keine Ausrutscher mehr
Ein Sieg ist Pflicht für die Frauensieben der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen heute Abend gegen den SC Markranstädt II (18 Uhr). Nicht nur, um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen, sondern auch, weil alles andere als zwei Punkte gegen den abgeschlagenen Letzten eine Blamage wäre.
Micha Pfitzer
Die seit Wochen angespannte Personalsituation beim Gäuverein schlägt dem Trainergespann Heiko Fleisch/Claus Wilke inzwischen mächtig aufs Gemüt. Der aus Wernau stammende Fleisch hatte unter der Woche selbst mit einer leichten Grippe zu kämpfen. Das jedoch war das kleinste Problem. Am Dienstag konnte das Training nach zehn Spielerabsagen nicht planmäßig durchgeführt werden. Cinja Wehe, Kathrin Zang und Berna Zümbül waren neben den beiden Torhüterinnen Johanna Peters und Monika Marquart die einzigen, die Fleisch zur Verfügung standen.
Der Großteil der Mannschaft konnte vor allem krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen. Kapitän Claudia Janoch, Daniela Weiß, Miriam Gloger, Susanne Weber, Kathrin Mäurle und Nathalie Veser hatten mit heftiger Grippe, Magen-Darm-Problemen oder einer leichten Erkältung zu kämpfen. Zudem sind Lena Krone (Mittelhandbruch) und Eli Kipp (Achillessehne) weiter verletzt. Dorothea Rebber ist seit Anfang der Woche als Reiseleiterin in Griechenland unterwegs.
Welche Spielerinnen heute Abend gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten SC Markranstädt II rechtzeitig wieder fit werden, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. “Die Voraussetzungen sind wie zuletzt auch denkbar schlecht. Dennoch ist das keine Entschuldigung, hinter der wir uns verstecken können”, spricht Fleisch Klartext. Dem Trainerstab blieb kurzerhand nichts anderes übrig, als mit Nina Rösler eine Rückraumspielerin aus der Zweiten in die Erste zu verschieben.
Da nach dem Ausfall von Krone, Kipp und Rebber der rechte Rückraum der Regionalligafrauen zu verwaisen droht, stehen die Chancen für Rösler, gegen Markranstädt II zum Einsatz zu kommen, nicht schlecht. Zusätzliche Aushilfskräfte aus dem Landesligateam der SG II sind nur für den Fall zu vieler Absagen angedacht. “Die Zweite spielt am Sonntag das Bezirkspokalfinale aus. Da wollen wir sie nicht zusätzlich schwächen”, so SG-Trainer Fleisch.
Dennoch ist die Zielsetzung für das heutige Spiel in der Markweghalle klar. Gegen die bereits seit vier Spieltagen als Absteiger feststehenden Ostdeutschen ist ein Sieg ohne Wenn und Aber Pflicht. Die Mannschaft von Trainer Christoph Gieshagen landete Mitte März gegen die HSG Albstadt den letzten von nur zwei bislang errungenen Siegen. Der Abstieg ist die logische Konsequenz einer Saison, in der sich die “Piranhas”, wie die Mannschaft auch genannt wird, zu selten in regionalligatauglicher Form zeigten.
“Gegen so eine Mannschaft erwarten alle natürlich einen Sieg”, weiß Heiko Fleisch um den Druck, der auf den Schultern seiner Frauen lastet. Doch auch er selbst stellt große Ansprüche an sein dezimiertes Team: “Wenn wir Platz drei bis zum Schluss verteidigen wollen, dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben. Mit dem Druck müssen wir umgehen können.” Aus einer sicheren Abwehr heraus möchte die SG-Sieben trotz anhaltender Verletzungssorgen die klare Favoritenrolle bestätigen. Denn alles andere als zwei Punkte wäre doch eine Blamage.
“Quelle: Gäubote vom 04.April 2009″
Category: F1: Saison 08/09






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