Zusätzliche Motivation ist unnötig

SG-Trainer Heiko Fleisch ist optimistisch, dass Elisabeth Kipp (Mitte) heute gegen die HSG Albstadt auflaufen kann GB-Foto (Archiv): Bäuele
Als ein Duell, vor dem man niemanden motivieren muss, bezeichnet der Sportliche Leiter Ingo Janoch das Spiel der Regionalliga-Frauen der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen am heutigen Samstag (20 Uhr) bei der HSG Albstadt.
Robert Stadthagen
Beide Mannschaften kennen sich seit Jahren, pflegen eine gesunde Rivalität. “Da bedarf es eigentlich keiner zusätzlichen Motivation, wenn wir gegen Albstadt spielen”, sagt Ingo Janoch, der Sportliche Leiter der SG-Frauen. Und doch gibt es eine ganz entscheidende: Das Team von Trainer Heiko Fleisch will den dritten Tabellenplatz mit aller Macht verteidigen. Platz zwei ist bei sechs Punkten Rückstand auf den SC Riesa zwei Spieltage vor dem Ende der Saison nicht mehr zu erreichen. Aber es gibt noch zwei Mannschaften, von denen die SG überholt werden kann. Der Vierte TV Grenzach und der Fünfte HC Leipzig II warten nur auf Ausrutscher der SG. Apropos Leipzig: Das Team ist zum Saisonabschluss am 25. April in der Herrenberger Markweghalle zu Gast. “Gegen die haben wir noch nie gut ausgesehen”, sagt Ingo Janoch. Das soll sich ändern. Auch für dieses Spiel stellt sich die Frage nach der Motivation also nicht.
Wichtig ist für die heutige Partie gegen Albstadt, dass Elisabeth Kipp nach dem Warmlaufen grünes Licht gibt. Sie hatte zuletzt mit Achillessehnen-Beschwerden gekämpft. “Ich bin optimistisch”, sagt Heiko Fleisch. “Der Belastungstest am Donnerstag ist positiv verlaufen.” Sollte sie ausfallen, stünde der SG keine gelernte “Halbrechte” zur Verfügung. Dorothea Rebber ist beruflich im Ausland (wir berichteten) und Lena Krone ist vor zwei Wochen an der Hand operiert worden. Ihre Genesung geht zwar voran, sie wird in der laufenden Runde aber nicht mehr zum Einsatz kommen.
Einen besonderen Anreiz bieten die unterschiedlichen Voraussetzungen , mit denen beide Vereine den Spielbetrieb auf die Beine stellen. “Eigentlich treffen da zwei Systeme aufeinander”, sagt Ingo Janoch. Damit spielt er auf die im Vergleich deutlich bessere finanzielle Ausstattung der HSG an. In Albstadt kauft man ganz bewusst Qualität ein. Olena Reznir kam bereits im vergangenen Jahr von den Rhein-Main-Bienen aus der Ersten Bundesliga, im Februar wurde die ehemalige litauische Nationalspielerin Erika Lukoseviciute unter Vertrag genommen. Die 27-Jährige spielte bis Dezember beim Liga-Konkurrenten VfL Waiblingen. Dort wurde ihr Vertrag nach Differenzen mit Trainerin Heike Kemmer aufgelöst. Und auch an Spielerinnen der SG waren die Verantwortlichen des heutigen Gegners nach Angaben von Heiko Fleisch interessiert. “Die haben Summen geboten, bei denen wir nicht mithalten können. Dafür haben wir andere Sachen zu bieten”, sagt Fleisch und freut sich darüber, dass die SG in diesem Duell die Oberhand behalten hat. Ob das auf dem Feld auch so sein wird, zeigt sich heute Abend.
“Quelle: Gäubote vom 18.April 2009″
Category: F1: Saison 08/09





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