Kuties Nachwuchs erfolgreich bei der Bezirksqualifikation
Endrunde Bezirksquali weibliche A-Jugend
Endrunde war so spannend wie noch nie

Laureen Kappus & Co hatten den Gegner im Griff
So spannend wie dieses Jahr war die Bezirksqualifikation der weiblichen A-Jugend dieses Jahr noch nie. Zwar brachten die Mädels der SG H2Ku aus der Vorrunde im Spiel gegen die SG Leonberg/Eltingen zwei Minuspunkte mit in die Endrunde. Doch am Ende sicherte sich die SG den zweiten Platz im Bezirk und somit die Teilnahme an der Qualifikation für die Baden Württemberg Oberliga. Bis dahin war es allerdings ein langer und vor allem zittriger Weg.
Gleich zu Beginn musste der junge Nachwuchs der SG H2Kuties gegen den mit HVW und DHB Auswahlspielerinnen gespickten Topfavoriten JSG Neuhausen/Metzingen antreten. So entwickelte sich die Partie zu einem Spiel auf höchstem Niveau. Anfangs war das Spiel bis zum 1:1 noch recht ausgeglichen. Doch dann verlor die SG den Faden und Metzingen zog auf 4:1 und 5:2 davon. Die Gäusieben fand zurück zu ihrem Spiel, wurde in der Abwehr stärker und konnte bis zum 6:6 wieder ausgleichen. Drei Leichtsinnsfehler in Folge brachte jedoch die konterstarke JSG wieder mit 9:6 in Führung. Für den zweiten Durchgang gab es nur zwei Ziele: Die Abwehr muss aggressiver zu Werke gehen und die Fehler im Angriff müssen abgestellt werden. Und so trauten die Fans der SG ihren Augen nicht mehr. Völlig verwandelt kamen die SG Mädels wieder aus ihrer Kabine. Beim 11:11 war auf einmal wieder alles offen. Mehr noch: Beim 13:11 aus Sicht der SG drohte den Metzingerinnen die Fälle davon zu schwimmen. Metzingen verkürzte zwei Minuten vor Spielende auf 13:12. Ein Siebenmeter für die SG wurde vergeben, Metzingen glich zum 13:13 Endstand aus. Doch das war für die SG kein Beinbruch mehr. Mit diesem Punktgewinn haben die SG Mädels bei dieser Endrunde ein klares Zeichen gesetzt.

Cinja Wehe
Somit war das Ziel für die verbleibenden Spiele klar: Nachdem Leonberg zuvor gegen die zweite Mannschaft der JSG Neuhausen/Metzingen verloren hatte, war auf einmal wieder alles offen für die Teilnahme an der BaWü-Liga Qualifikation.
Im zweiten Spiel gegen die Metzinger Reserve taten sich die SG Mädels dann schwerer. Zwar konnte man bis zur Pause mit 7:3 klar in Führung gehen, doch im zweiten Durchgang kam das Angriffsspiel der SG ins Stocken. Viel zu leichtfertig wurden die Bälle verschenkt und Metzingen zum Toreschießen ermuntert. Beim 7:8 drohte das Spiel zu kippen, doch die SG besonn sich wieder auf ihr Spiel und siegte am Ende glücklich und verdient mit 12:8.
Im dritten Spiel gegen die WSG Eningen/Pfullingen führte die SG ihre Siegesserie fort und holte auch hier nach dem 8:2 Halbzeit- und 12:5 Endstand zwei wichtige Punkte.
Nachdem nun sowohl die SG als auch die JSG Böblingen/Sindelfingen drei Minuspunkte hatten und Leonberg mit zwei Minuspunkten noch gegen Metzingen 1 spielen musste kam es folglich zum Showdown, bei dem ein Theaterregisseur die hier bietende Dramatik nicht hätte übertreffen können.

Carsten Krebs
Den jungen SG Mädels war klar: Mit einem Sieg gegen die JSG war eine Teilnahme an der BaWü-Liga Qualifikation so gut wie sicher. Hochkonzentriert ging der SG Nachwuchs zuwerke. Mit 2:0, 4:1 und 5:2 dominierte der Regionalliganachwuchs das Spielgeschehen. Hier hatte die SG die klar bessere Spielanlage gegenüber der JSG. Dennoch taten sich die SG-Mädels gegen die 6:0 Abwehr schwer. Der Druck im SG-Angriff ließ nach und Sindelfingen kämpfte sich auf 5:6 heran. Im zweiten Durchgang Konnte die SG dann wieder mit 8:5 in Führung gehen. Auch hier hätte ein vergebener Siebenmeter zwei Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung bringen können. Doch die JSG kam wieder heran und konnte kurz vor Spielende zum 8:8 ausgleichen. Am Ende hatten die SG Mädels es aber selber in der Hand. Quasi mit dem Schlusspfiff konnte man den Angriff erfolgreich beenden. Das erzielte Tor wurde aber aufgrund eines Kreisübertritts abgepfiffen.
Und nun? Jetzt musste erst einmal das Regelwerk studiert werden. Sindelfingen und die SG waren punktgleich. Das Ergebnis zwischen Metzingen und Leonberg stand aus. Gewinnt Metzingen, musste ein Entscheidungsspiel durchgeführt werden. Nachdem Leonberg dem Topfavoriten knapp unterlag, war klar: Die Chance zur BaWü-Liga Qualifikation war zum Greifen nahe.

Bei Lisa Bihr gabs kein Durchkommen
Die folgenden Spielminuten im Entscheidungsspiel gegen den Bundesliganachwuchs aus Sindelfingen waren hart umkämpft. Kein Team konnte sich bis zum 3:3 Halbzeitstand absetzen. Im zweiten Durchgang gab es nur eine Devise: Kein Tor in den verbleibenden zehn Minuten. Bis zwei Minuten vor Spielende und 5:3 Führung wurde diese Anweisung hervorragend umgesetzt. Doch dann kam die JSG wieder heran: 5:5. Die SG ging noch einmal mit 6:5 in Führung, doch Sindelfingen glich postwendend aus.
Nun musste ein Siebenmeterschießen die Entscheidung für den verbleibenden Platz für die BaWü-Liga Qualifikation durchgeführt werden. Nachdem Sindelfingen den ersten Wurf gegen Jessica Abele im Tor verwandeln konnte, zog die SG mit Michaela Heer nach. Sindelfingen legte wieder vor, doch auch Laureen Kappus traf für die SG. Nachdem sowohl Sindelfingen als auch Nora Arold und Cinja Wehe ihre Würfe erfolgreich verwandeln konnten, war nun Jessica Abele beim letzten Wurf der Sindelfingerinnen gefordert und parierte. Jetzt musste nur noch Lisa Bihr ihren letzten Wurf verwandeln – sie traf. In Freudentänzen fielen sich die SG-Mädels um die Arme. Der erste Etappensieg war geschafft. Mit dem zweiten Platz in der Bezirksqualifikation ist ein Platz in der Württembergoberliga gesichert. Doch mit der Teilnahme an Qualifikation für die Baden Württemberg Oberliga könnte der Nachwuchs der SG H2Kuties durchaus noch einen drauf setzen.
Für die SG spielten: Constanze Wagner, Jessica Abele (beide Tor), Lisa Bihr, Hannah Rack, Julia Keippert, Cinja Wehe, Julia Kapp, Michaela Heer, Melanie Engelmann, Vera Schmidt, Laureen Kappus, Sarah Wolf, Kerstin Paul und Nora Arold.
Category: Handball in der Region





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