Saison 09/10: Alles über Kuties 1

Hintere Reihe von links: Trainer Heiko Fleisch, Kathrin Zang, Kathrin Mäurle, Claudia Janoch, Miriam Gloger, Lena Krone, Eli Kipp, Torwart-Trainer Ingo Janoch.
Vordere Reihe von links: Anja Gloger, Daniela Weiß, Berna Ulucan, Monika Marquart, Constanze Wagner, Cinja Wehe, Nathalie Eisenmann, Caroline Dinkelacker
Ausblick auf die neue Runde
„Alle guten Dinge sind drei!“,
unter diesem Motto steht die dritte Saison der 1. Frauenmannschaft, der „H2Kuties“, in der Regionalliga Süd. Nach einer nervenaufreibenden Aufstiegssaison folgte ein Spieljahr ohne Abstiegssorgen, das auf einem hervorragenden 3. Platz beendet wurde. Es hatte sich gezeigt, dass die Mannschaft viel konstanter in Abwehr und Angriff und auf einem weit höheren Niveau spielen konnte. Auch durch die überraschenden Mutterfreuden von Torhüterin Monika Marquart oder Verletzungen von Eli Kipp und Kathrin Mäurle ließ sich die Mannschaft nicht von dem unter Trainer Heiko Fleisch eingeschlagenen Erfolgsweg abbringen.
Für die neue Saison möchte das Trainergespann Heiko Fleisch und Urgestein Claus Wilke, der in seine rekordverdächtige 8. Saison als Co-Trainer bei den Kuties geht, ihr Hauptaugenmerk auf die Verbesserung des Tempospiels legen, um bei gegnerischen Torerfolgen sofort den überfallartigen Gegenangriff starten zu können. In den bisherigen Saisonvorbereitungsspielen und Turnieren war klar festzustellen, dass im gesamten höherklassigen Frauenhandball eine klare Tempoverschärfung Einzug gehalten hat. Hier möchte die SG H2Ku die Entwicklung nicht verschlafen. Um an dieser Baustelle weiter voran zu kommen haben sich die Kuties auch der Hilfe von außerhalb bedient. Während der gesamten Vorbereitung wurde montags mit dem Böblinger Athletik-Trainer Frank Lorenz an den körperlichen Voraussetzungen gearbeitet. Frank Lorenz vertritt hierbei die „Klinsmannsche“ Schule zur Vorbereitung auf die Fussball-WM 2006, das sogenannte „Core-Training“. So fanden sich unsere Mädels bewaffnet mit Gummibändern und Massage-Rollen in der Halle wieder. Dem anfänglichen Riesenmuskelkater (O-Ton Mannschaft) folgte ein großer Enthusiasmus der Mannschaft die Vorgaben umzusetzen.
Neu ist auch die Entwicklung, dass in den nächsten beiden Jahren zuerst die Regionalligen-Anzahl von 5 auf 4 reduziert wird und danach die eingleisige 2. Bundesliga eingeführt wird. Dies hat zur Folge, dass unsere Mannschaft nun zweimal mindestens den 9. Platz belegen muß um auch weiterhin der dann folgenden „3. Liga“ an zugehören. Um auch in dieser Saison wieder unter den Spitzenteams in der Regionalliga mitzumischen waren die Verantwortlichen des Frauenbereichs auch abseits des Handballfeldes nicht untätig.
Neben dem Verbleib nahezu aller Leistungsträgerinnen muß die SG dennoch 4 Abgänge verkraften. Nicht mehr im Kader sind in dieser Runde Johanna Peters (berufsbedingter Wechsel zum VfL Waiblingen), Svenja Meyer (berufsbedingt nach Schleswig Holstein), Nathalie Veser (studienbedingt) und Susanne Weber (studienbedingter Wechsel zur TG Pforzheim). Nathalie Veser wird aber unsere 2. Frauenmannschaft verstärken und weiterhin in Notlagen zur Verfügung stehen.
Neu im Kader sind Nathalie Eisenmann von der HSG Schönbuch und Caroline Dinkelacker vom VfL Sindelfingen II. Mit Nathalie Eisenmann kommt ein Talent von HSG Schönbuch zur SG, das sich vor dieser Saison vor Angeboten höherklassiger Vereine kaum retten konnte. Den Ausschlag pro SG gab für die 19-jährige Rückraumspielerin, neben der tollen sportlichen Perspektive, auch die Beharrlichkeit der SG-Verantwortlichen, die schon ein Jahr zuvor bei der Ex-Echterdingerin angefragt hatten, damals aber eine Woche zu spät dran waren. „Natha“, wie sie von ihren Mannschaftskameradinnen gerufen wird, hat schon in der letzten Saison regelmäßig in Metzinger Zweitligamannschaft und in Herrenberg mittrainiert. Trainer Heiko Fleisch hält sehr große Stücke auf seinen Neuzugang und ist gespannt, ob sie das Zeug dazu hat, in die Fußstapfen von Claudia Janoch zu treten.
Der zweite Neuzugang läuft unter dem Motto „es bleibt ja in der Familie…“. Mit der 20-jährigen Caroline Dinkelacker kommt eine Spielerin vom VfL Sindelfingen II zu uns, in deren Familie der Handballsport schon immer an erster Stelle stand. Von Cousine und Ex-Kutie Michaela Barthold animiert, absolvierte Caro ein Probetraining, bei dem sofort die vorbildliche kämpferische Einstellung in Erscheinung trat. Genau diese fordert Heiko Fleisch in seinem Abwehrverbund. Nach dem nicht geplanten Weggang von Abwehrspezialistin Svenja Meyer, könnte sich hierdurch eine große Chance auf Spielzeit in der Regionalliga für Caroline Dinkelacker ergeben. Wir wünschen beiden Neuzugängen einen tollen und vor allem verletzungsfreien Einstand.
In dieser Saison muß die Mannschaft nach dem nachträglichen Aufstieg des SC Riesa nur eine sehr weite Auswärtsfahrt nach Leipzig auf sich nehmen. Neben dem letzten Ostvertreter der Regionalliga haben sich auch die HSG Freiburg aus dem Badischen, der TSV Ismaning aus Bayern und der TV Grossbottwar in der dritthöchsten Spielklasse zurückgemeldet. Welche Mannschaften in dieser Saison die Favoriten-Rolle in der Regionalliga einnehmen, ist für Trainer Fleisch und Spielleiter Janoch nur schwer einzuschätzen. Alle Mannschaften verhielten sich bisher zurückhaltend auf dem Transfermarkt. Einen klaren Favoriten wird es diesmal nicht geben. Es wird auch in diesem Jahr wieder zu Duellen kommen, in denen Mannschaften mit sehr starken Einzelkönnern (Bsp. Albstadt, Leipzig) auf Teams mit sehr großer mannschaftlicher Geschlossenheit (Bsp. Ottersweier, Möglingen, H2Kuties) treffen. „Wer beide Komponenten am besten vereint, wird wohl am Ende ganz oben stehen.“
Trainer Heiko Fleisch will vor allem die Heimspiele mit der Unterstützung der Zuschauer in der heimischen Markweghalle durch tempogeladenen Handball mit Herz und Verstand zu einem echten „Handballevent“ machen. Sollte das Team von großem Verletzungspech verschont bleiben, wird es für die Konkurrenz sehr schwer werden, unsere „H2Kuties“ zu schlagen.
Category: F1: Mannschaft, F1: Saison 09/10





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