Heiko Fleisch: “Ergebnisse sind zweitrangig”

Erstellt am 5. Januar 2010
Die Regionalliga geht für den Tabellenführer SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen erst wieder am 17. Januar weiter. Doch mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft ergatterte sich die Mannschaft von Trainer Heiko Fleisch ein besonderes Bonbon. Die SG darf sich beim morgigen Kempa-Cup mit den besten Handballteams Baden-Württembergs messen.

Von Micha Pfitzer

showpicsNeben den beiden Erstligisten VfL Sindelfingen  und Frisch Auf Göppingen nehmen noch die Zweitligisten TV Nellingen, TSG Ketsch, TuS Metzingen, SG BBM Bietigheim und der SV Allensbach teil. Die SG-Sieben ergatterte mit dem 35:26-Heimsieg gegen den TV Großbottwar das Ticket als bester Regionalligist. In Gruppe A trifft die Truppe von Trainer Heiko Fleisch auf die Teams aus Nellingen und Ketsch. Ab 10.30 Uhr wollen sich Claudia Janoch und Co als Außenseiter von ihrer Schokoladenseite präsentieren und die Bundesligisten ärgern.

Zunächst trifft die SG auf den Tabellenzweiten der Zweiten Bundesliga Süd, den TV Nellingen. Zumindest für Coach Heiko Fleisch wird die Begegnung etwas Besonderes. Vor seinem Engagement bei den SG-Frauen führte Heiko Fleisch den TVN gleich zweimal in die Zweite Bundesliga. Doch in den Vordergrund will sich der 39-Jährige deshalb nicht drängen: “So ein gut besetztes Turnier stellt nicht nur für mich etwas Besonderes dar. Jede einzelne Spielerin kann es kaum noch abwarten. Schließlich zeigt unsere Teilnahme, dass wir zu den besten Teams in Baden-Württemberg gehören.”

Um 13.10 Uhr ist Anpfiff für das zweite Vorrundenspiel gegen die TSG Ketsch. Im Falle eines überraschenden Gruppensieges würde der Regionalligaspitzenreiter im Halbfinale auf den Nachbarverein VfL Sindelfingen treffen. Doch was am Ende herausspringt, ist für Fleisch sekundär. Getreu dem olympischen Motto sei für den Gäuverein dabei sein alles. “Wir wollen uns ordentlich präsentieren, die Großen ein wenig ärgern und mithalten. Eine gute Leistung ist für mich wichtiger als Ergebnisse”, versichert Fleisch. Manuela Niepel, mit der derzeit Gespräche über ein weiteres Engagement bei der SG bis Saisonende laufen, kann aus beruflichen Gründen nicht am Kempa-Cup teilnehmen. Auch Dorothea Rebber (Fleisch: “Wir müssen wohl mit dem Schlechtesten – ihrem Abgang – rechnen.”), deren Verbleib im Gäu wegen der bisher erfolglosen Jobsuche weiter ungewiss ist, wird fehlen.

Währenddessen laufen die Planungen für die kommende Saison schon auf Hochtouren. Der sportliche Leiter Ingo Janoch führte bereits erste Sondierungsgespräche mit zum Teil zweitligaerfahrenen Spielerinnen aus der nahen Umgebung. Namen können aber noch nicht genannt werden. “Wir sind zu einer beliebten Handballadresse in Württemberg geworden”, ist Janoch stolz auf die jüngsten Entwicklungen der SG-Frauen, warnt aber zugleich vor zu großen Erwartungshaltungen

“Quelle: Gäubote vom 5.Januar 2010″

Die besten Handballteams der Frauen aus Baden-Württemberg treten am Dreikönigstag zum Kempa-Cup in der Göppinger EWS-Arena an. Die Erstligisten VfL Sindelfingen und FA Göppingen sind fürs Halbfinale gesetzt. 

Heiko Fleisch: Die Teilnahme am Kempa-Cup in Göppingen ist eine Ehre Foto: eib Heiko Fleisch: Die Teilnahme am Kempa-Cup in Göppingen ist eine Ehre Foto: eib

 

KREIS BÖBLINGEN (rom). Dorthin wollen auch die Zweitligisten Ketsch, Allensbach, Metzingen, Nellingen und Bietigheim, die mit Regionalliga-Spitzenreiter SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen ab 10.30 Uhr in zwei Gruppen gegeneinander spielen. Highlight ist um 18 Uhr das Abschiedsspiel von Kathrin Blacha mit ihrem Dream-Team gegen die deutsche Nationalmannschaft.

“Das ist eine Auszeichnung für uns, bei diesem Turnier dabei zu sein”, verspürt SG-Trainer Heiko Fleisch eine gewisse Vorfreude. Vorrundengegner sind um 10.30 Uhr die Nellinger Hornets, Tabellenzweiter in der 2. Bundesliga, und um 13.10 Uhr Bundesliga-Absteiger TSG Ketsch. “Wir können in diesen beiden Spielen viel lernen”, so Fleisch vor der Standortbestimmung für den in zehn Tagen beginnenden zweiten Saisonteil. Auch für Sindelfingens Trainer Jörg Plankenhorn dürfte das Turnier nicht ganz ungelegen kommen, kann der Bundesligist doch nach den beiden Auswärtsniederlagen nach Weihnachten in Leverkusen und in Buxtehude neues Selbstvertrauen tanken.

Deshalb will er im Endspiel um 16 Uhr dabei sein, in dem es wohl gegen Bundesliga-Konkurrent Frisch Auf Göppingen gehen könnte, der dann Rückkehrerin Femke Mädger (früher Verboven) noch nicht dabei hat. Um die 28-Jährige hatte sich auch der VfL Sindelfingen als Ersatz für Hanna Halinskaya (schwanger) bemüht.

Ein besonderes Wiedersehen wird es in Göppingen geben. Jasmin Ott, Ina Grossmann (beide VfL Sindelfingen), Nathalie Eisenmann, Cinja Wehe (beide SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen), Vanessa Frey (TuS Metzingen) und Anna-Lena Artschwager (SV Allensbach) stammen allesamt aus der Talentschmiede der HSG Schönbuch.

“Quelle: Kreiszeitung Böblinger Bote vom 5.Januar 2010″

 

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