Fleisch erwartet “Kampfspiel auf Augenhöhe”
Die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen spielt in der Frauenregionalliga ihre bisher beste Runde, steht aber trotzdem vor dem heutigen Heimspiel gegen den TV Möglingen (18 Uhr) unter Erfolgsdruck. Bei einer Niederlage muss der Tabellenzweite den Aufstieg so gut wie abhaken. “Natürlich haben wir das im Hinterkopf”, räumt Trainer Heiko Fleisch ein, “aber der Aufstiegskampf darf uns nicht hemmen.”
Von Micha Pfitzer

Wenn die SG-Frauen so engagiert zu Werke gehen, wie ihr Trainer Heiko Fleisch, sollte nichts anbrennen GB-Foto (Archiv): Eibner
Vielmehr solle jede SG-Spielerin die Chance, um das Ticket zur Zweiten Bundesliga Süd zu spielen, genießen. “Es ist doch etwas Schönes, um den Aufstieg zu kämpfen”, betont Heiko Fleisch. Der SG-Trainer weiß, wovon er spricht. In seiner Zeit beim TV Nellingen konnte er dieses angenehme Gefühl bei zwei Bundesligaaufstiegen gleich mehrmals erleben. Doch angesichts der Tatsache, dass die Aufstiegsträume bei einer Niederlage im heutigen Heimspiel gegen den TV Möglingen (18 Uhr) so gut wie begraben werden müssten, ist es schwer, die aktuelle Situation in vollen Zügen zu genießen. Denn gegen den Nachbarn aus dem Kreis Ludwigsburg steht die SG-Sieben unter Erfolgsdruck.
Die unerwartete Auswärtsniederlage beim TV Grenzach (29:35) hat dem Tabellenzweiten einen herben Dämpfer versetzt. In zwei Wochen steigt der Handballgipfel zwischen Tabellenführer HSG Albstadt und dem Zweiten aus dem Gäu. Um den Rückstand von vier Punkten nicht noch weiter anwachsen zu lassen, ist die SG in den beiden Heimspielen gegen Möglingen (heute 18 Uhr) und in einer Woche gegen den HC Leipzig II zum Siegen verdammt. “Wir können uns keine Niederlage mehr erlauben, wenn wir den Aufstieg nicht jetzt schon abschreiben wollen. Aber das darf uns nicht hemmen”, bringt Fleisch die schwierige Situation seiner Mannschaft zum Ausdruck und bereitet sie vorab auf ein hartes Stück Arbeit gegen Möglingen vor: “Jede Spielerin muss Verantwortung übernehmen. Es wird ein Kampfspiel auf Augenhöhe.”
Im Gegensatz zur letzten Woche sind die Voraussetzungen deutlich besser geworden. Beim Abschlusstraining waren bis auf Daniela Weiß (beruflich verhindert) alle Spielerinnen anwesend, was Heiko Fleisch sichtlich freute: “So viele waren wir schon lange nicht mehr. Jetzt müssen wir aber die guten Trainingseindrücke auch im Spiel umsetzen.” Spielmacherin Claudia Janoch – gegen den TV Grenzach noch grippegeschwächt ins Spiel gegangen – kommt so langsam wieder auf die Beine und will der SG-Sieben ebenso zum Erfolg verhelfen wie Kathrin Mäurle nach ihrer Examenspause. Nur der Einsatz von Kreisläuferin Berna Ulucan ist gefährdet. Aus beruflichen Gründen entscheidet sich erst kurz vor Anpfiff, ob die 25-Jährige überhaupt auflaufen kann.
Eine spielerische Glanzleistung erwartet Heiko Fleisch von seinen Frauen indes nicht. Im Aufstiegskampf zählen Kampf und unbedingter Wille mehr als Schönspielerei. Allerdings sei es Pflicht, “eine Reaktion zu zeigen”.
“Quelle:Gäubote vom 6.März 2010″
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