Die SG-Frauen sind wieder in der Spur
Vor einer Woche waren sie nach einer Niederlage in Grenzach noch am Boden zerstört, seit Samstag haben die Regionalliga-Frauen der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen wieder Oberwasser. Nach einer in allen Belangen überzeugenden Heimleistung bezwangen sie mit fulminantem Schlussspurt den Württemberg-Rivalen TV Möglingen hoch mit 36:26 (17:14).
Von Andreas Gauss

Mit Volldampf nach vorne: Kathrin Mäurle (am Ball) tankt sich durch die Möglinger Abwehr GB-Foto: Bäuerle
Dabei ist den Schützlingen von Trainer Heiko Fleisch auch einmal ein Spannungsbogen gelungen, der so recht nach dem Geschmack der 350 Zuschauer war. Denn viele Handballinteressierte im Gäu haben in der Vergangenheit an Samstagabenden in der Markweghalle nur die zweite Spielhälfte der SG-Frauen mitbekommen. In der Regel hatten dabei Claudia Janoch & Co. den Gegner meist schon klar auf Distanz gehalten und spielten in den Endphasen solcher Regionalliga-Auftritte nur noch die Pflicht herunter. Doch diesmal hielt der Gegner aus Möglingen bis zur 32. Minute beim Stand von 18:16 gut mit. Und prompt steigerte die SG-Sieben ihre Leistung im zweiten Durchgang weiter und kam am Ende noch zu einem wiederum deutlichen 36:26-Erfolg.
Viel wichtiger als das Ergebnis war für Heiko Fleisch allerdings das Auftreten seiner Spielerinnen: “Heute hat man von Beginn an den Siegeswillen gespürt.” Das gegenseitige Anfeuern, die Zurufe von der Bank, die Unterstützung hat gestimmt. Fleisch zufrieden: “Das war ein angenehmer Abend. Unsere Stärke ist einfach der Mannschaftsgeist.” Und das Zutrauen. So setzte Lena Krone von der rechten Rückraumposition in der zwölften Minute zu einem unhaltbaren Sprungwurf zum 8:5 an, so dass Fleisch draußen auf der Bank schon einen Luftsprung machte: “Wenn Lena so trifft, weiß ich, dass es ihr im weiteren Spiel auch laufen wird.” Überhaupt war an diesem Abend auf den rechten Rückraum Verlass. Denn Elisabeth Kipp ist ein Routinier, der unnachlässig jede sich bietende Lücke im Abwehrverband des Gegners nutzt. Nicht zuletzt war sie in der Phase, als sich die SG von 19:17 (33.) auf 25:17 (41.) entscheidend absetzte, mit zwei Treffern beteiligt und holte noch einen Siebenmeter heraus. Und die Strafwürfe waren bis auf zwei Versuche eine sichere Angelegenheit für Anja Gloger.
Überhaupt war die Fehlerquote bei der SG-Sieben um einiges geringer als noch in der Vorwoche. Heiko Fleisch: “Da hat sich auch gleich bemerkbar gemacht, dass wenn die Mannschaft im Training fast komplett ist und wettkampforientiert trainieren kann, sie einfach besser vorbereitet in ein Spiel geht.” Auch in den ersten 30 Minuten war deutlich zu sehen, dass die heimische SG mehr Variationsmöglichkeiten hat als Möglingen, das sich aufgrund seiner Rückraumschützinnen Helena Georgoudis (7) und Neuzugang Sabrina Marty (4) lediglich auf das Erzielen einfacher Tore verlassen konnte. So holte allein Berna Ulucan im ersten Durchgang drei Siebenmeter heraus. Kathrin Mäurle und vor allem Claudia Janoch konnten sich immer wieder durch die zum Teil zu offensiv stehende Gäste-Abwehr durchtanken. Lediglich in den ersten zehn, zwölf von Hektik geprägten Anfangsminuten begegnete Möglingen der Fleisch-Sieben auf Augenhöhe. Allerdings entpuppte sich da schon Monika Marquardt einmal mehr als exzellenter Rückhalt. Zudem hatte Cinja Wehe in der Abwehr die einen Kopf größere Torjägerin Georgoudis gut im Griff.
Im zweiten Durchgang, nach der sicheren Acht-Tore-Führung (25:17), war der SG-Express eh nicht mehr aufzuhalten. Mit Nathalie Eisenmann und Miriam Gloger brachte Fleisch noch frische Kräfte ins Spiel. Zu guter Letzt traf auch noch Neuzugang Kathleen Wiese. Mit dem deutlichen Sieg hat die SG zudem ein Signal an Tabellenführer HSG Albstadt ausgesandt: Man ist wieder in der Spur. Heiko Fleisch: “Wir haben auch nichts zu verlieren. Nochmal: Wir sind nicht zum Aufstieg verdammt. Nur müssen wir eine solche Leistung auch mal auswärts auf die Platte bringen.” Was nur unterstreicht: Den Titelkampf hat die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen noch nicht aufgegeben.
SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen: Marquardt, Niepel (beide im Tor), Claudia Janoch (9), Miriam Gloger (1), Mäurle (3), Eisenmann (2), Krone (4), Wiese (1), Anja Gloger (12/6), Kipp (4), Zang, Wehe, Ulucan
TV Möglingen: Blum, Andrea Jäschke (beide im Tor), Irene Jäschke, Kölbl, Öztürk (5/1), Stemme, Marty (4), Jasmina Jäschke (1), Georgoudis (7), Auer (4/3), Klarmann Czöczock (5), Gall
“Quelle:Gäubote vom 8.März 2010″
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Groß aufgespielt gegen Möglingen
HERRENBERG (rom). Nach der 29:35-Niederlage in Grenzach waren die Regionalliga-Handballerinnen der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen bei ihrem 36:26-Erfolg über den TV Möglingen am Samstagabend in der Markweghalle nicht wiederzuerkennen. Es war der neunte Sieg im neunten Heimspiel.
SG-Trainer Heiko Fleisch genoss den Abend in der Markweghalle in vollen Zügen. “Wir hatten von Beginn an den Willen, das Spiel zu gewinnen.” Während sein Team vergangene Woche 25 technische Fehler abgeliefert hatte, waren es diesmal nur sechs. Einmal mehr überzeugte die SG durch Tempospiel, Abschlussstärke und ihre rechte Angriffsseite mit Anja Gloger, Lena Krone und Eli Kipp. Claudia Janoch verdiente sich genauso eine Bestnote wie Cinja Wehe, die sich erfolgreich um Möglingens gefährlichste Werferin Helena Georgoudis kümmerte. Nicht zu vergessen Miriam Gloger und Nathalie Eisenmann, die erst Mitte der zweiten Hälfte zum Einsatz kamen und sich nahtlos einfügten.
Nach einem hektischen Beginn baute die SG den Vorsprung auf 10:6 aus. Möglingen nahm eine Auszeit, kam kurzzeitig besser zum Zug und konnte auf 10:12 verkürzen. Doch die SG zog bis zur Pause auf 17:14 davon. In der zweiten Hälfte war der SG-Express vor eigenem Publikum kaum mehr zu stoppen. In Windeseile erhöhte das Team auf 25:17 und kam über 29:22 zum 36:26-Endstand.
“Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir Anfang März nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer liegen, hätte ich das sofort unterschrieben”, freut sich Trainer Heiko Fleisch auf das Saisonfinale. Die Favoritenrolle sieht er bei Albstadt, traut seinem Team aber auch den ganz großen Wurf zu.
SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen: Marquart, Niepel; A. Gloger (12/davon 6 Siebenmeter), Wiese (1), Janoch (9), Weiß, Dinkelacker, M. Gloger (1), Mäurle (3), Eisenmann (2), Krone (5), Kipp (3), Zang, Ulucan, Wehe.
“Quelle:Kreiszeitung Böblinger Bote vom 8.März 2010″
Category: Cute News, F1: Saison 09/10, Frauen 1





