Aufstiegsnachricht kommt per SMS

Erstellt am 10. April 2010

Eine erfolgreiche Landesliga-Saison hat die zweite Mannschaft der SG-Frauen auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Die Entscheidung des Verbandes für einen direkten Aufstieg sorgt aber zunächst für Enttäuschung.

Von Andreas Hennings

Ab in die Württembergliga: Die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen hat allen Grund zum Jubeln GB-Foto: Holom

Ab in die Württembergliga: Die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen hat allen Grund zum Jubeln GB-Foto: Holom

Es klingt kurios, doch als Trainer Carsten Krebs vom direkten Aufstieg seiner SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen II aus der Landesliga in die Württembergliga erfahren hatte, fand er dies zunächst einmal schade. “Dadurch, dass wir es nicht direkt nach einem unserer Spiele erfahren haben, war der Aufstieg schleichend, so kampflos irgendwie”, versucht er seine Reaktion zu erklären. Dass sein Team die Relegation trotz des zweiten Tabellenplatzes wohl umgeht, hatte ihm Schiedsrichter-Obmann Ewald Hirneise gesteckt, der einen beim Verband laufenden Eilantrag für einen zweiten direkten Aufsteiger erwähnt hatte.

Alleine steht Krebs mit dieser Reaktion aber nicht. Auch Nina Rösler war im ersten Moment enttäuscht: “Die Spannung war plötzlich weg – natürlich ist der Aufstieg aber echt gut.” Eine nicht ganz spontane Feier folgte nach der am Dienstag gefallenen Entscheidung dann am Donnerstag nach dem Training. “Ich wollte dort erst den direkten Aufstieg verkünden, aber irgendjemand hatte nicht dichtgehalten und eine SMS an die Spielerinnen verschickt”, schmunzelt Krebs. Weitere Feiern seien geplant. Tina Aichele, die vom Aufstieg “überrascht war” und sich “aber total gefreut hat”, spricht von einer Schlepperfahrt durch Herrenberg am Sonntag – unabhängig vom Ausgang des Final Fours.

Grund genug für ausgiebige Feiern haben die Frauen: In 22 Landesliga-Spielen gingen sie 19-mal als Gewinner vom Feld. Auch Carsten Krebs ist inzwischen froh, die Relegation umgangen zu haben und zeigt sich mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden: “Das Potenzial, um unser Ziel zu erreichen, war auf jeden Fall vorhanden. Dazu haben wir sechs A-Jugendliche integriert, bei denen kein Leistungsunterschied zu etablierten Spielerinnen bemerkbar ist.” Schlüssel zum Erfolg kennt er viele. “Wir haben einen breiten Kader. Ist eine vermeintliche Leistungsträgerin ausgefallen, war es kein Problem sie gleichwertig zu ersetzen”, erklärt Krebs, der auch die gute Kondition des Teams lobt: “Darauf habe ich Wert gelegt und wir konnten damit in der Schlussphase viele Spiele entscheiden.” Besonders freut er sich über die Schnelligkeit im Konterspiel. “Es gab Spiele, da haben wir fast 70 Prozent unserer Treffer durch Tempogegenstöße erzielt”, schwärmt Krebs.

Dafür war besonders Sandra Eipper verantwortlich. “Sie ist unsere Gegenstoßspezialistin”, sagt Krebs. Im Tor war auf Michaela Schnauffer Verlass, auch Sonja Hippich hätte sich gut entwickelt und sei eine konstante Leistungsträgerin geworden, sagt Krebs. Darüber hinaus hätten die beiden A-Jugendlichen Lisa Bihr und Nora Arold ansprechende Leistungen gezeigt. “Im Prinzip hat jede Spielerin ihren Anteil am Aufstieg”, betont der Coach. Nina Rösler bringt es auf den Punkt: “Unser Plus war der gute Zusammenhalt in der Mannschaft mit individuell guten Leistungen.”

Für den Frauenbereich des Vereins ist dieser Aufstieg wichtig, da Frauen I und II näher zusammenrücken. “Auch wenn zwischen der Regional- und Württembergliga noch ein himmelweiter Unterschied ist”, erklärt Krebs. In der Württembergliga gilt es für das junge Team, Fuß zu fassen. “Klare Siege werden dort wegfallen, wir hatten in der Landesliga oft keinen Gegner”, warnt Carsten Krebs, der kaum Veränderungen im Kader erwartet: “Vielleicht stehen wieder Auslandsaufenthalte bei Spielerinnen an, aber mein Gefühl sagt mir, dass das Team in dieser Form bestehen bleibt.”

Die SG-Frauen II spielen am morgigen Sonntag um 13 Uhr im Bezirkspokal-Halbfinale gegen den Landesliga-Konkurrenten SG Nebringen/Reusten.

“Quelle:Gäubote vom 10.April 2010″

Category: Cute News, Frauen 2

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