Heiko Fleisch freut sich auch über Rang zwei

Erstellt am 24. April 2010

Die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen spielt ihre bislang beste Regionalligasaison. Platz zwei ist den Frauen von Trainer Heiko Fleisch nicht mehr zu nehmen. Die Aufstiegsträume musste man aber spätestens am Donnerstagabend begraben. Mit dem 34:30-Sieg über Regensburg steht die HSG Albstadt als neuer Meister fest.

Von Micha Pfitzer

Trainer Heiko Fleisch

Trainer Heiko Fleisch

Das Auswärtsspiel beim TV Großbottwar am heutigen Samstag (17 Uhr) ist für den Vizemeister aus dem Gäu dadurch völlig bedeutungslos. Die SG-Frauen hatten die Chance, den Sprung in die Zweite Bundesliga zu packen. Den Vortritt musste man aber letztendlich der HSG Albstadt lassen. “Wir sind dennoch absolut zufrieden mit dem Erreichten”, versichert Coach Heiko Fleisch.

Nichtsdestotrotz wurmt auch ihn eine Sache ganz besonders. Trotz der 27:31-Niederlage im Spitzenspiel gegen Albstadt hätte die SG-Sieben vor dem heutigen Spiel gegen den TV Großbottwar den Sekt schon einmal kaltstellen können. Denn Albstadt patzte vor zwei Wochen in Großbottwar (21:31) und ging mit zehn Toren Unterschied regelrecht unter. Bei Punktgleichheit hätte das bessere Torverhältnis den Ausschlag für die SG gegeben. Doch Fleischs Frauen nutzte Albstadts Ausrutscher nichts mehr. Denn die unnötige 28:29-Heimpleite gegen die SG Leutershausen machte im Endeffekt alle Hoffnungen zunichte. Im letzten Saisonspiel kann der Gäuverein nur noch auf zwei Punkte herankommen. Heiko Fleisch will davon aber nichts mehr hören: “Ich bin überzeugt, dass Albstadt nicht in Großbottwar verloren hätte, wenn der Abstand auf uns nicht schon vier Punkte betragen hätte. Solche Überlegungen bringen nichts.”

Der Trainer geht mit gutem Beispiel und einer positiven Einstellung voran. Der zweite Platz ist für Fleisch kein Trostpreis, sondern der verdiente Lohn für die bislang beste Saison der Frauen in der Vereinsgeschichte. Auch deshalb ist das Ziel für das letzte Spiel der Runde für ihn klar. “Wir wollen zum Abschluss auf jeden Fall gewinnen”, sagt Fleisch, erinnert aber daran, “dass für Großbottwar viel auf dem Spiel steht”. Hilfe für den Aufsteiger, der noch um das Ticket für die dritte Liga zittern muss, werden die Gäste aber nicht leisten. Heiko Fleisch: “In den Kampf um die Qualifikation für die dritte Liga wollen wir nicht eingreifen, indem wir das Spiel herschenken.”

Wobei eine Niederlage gegen Großbottwar nicht automatisch einen faden Beigeschmack hätte. Die Mannschaft von Trainer Paul Herbinger narrte in dieser Runde ausgerechnet den frischgebackenen Meister HSG Albstadt so sehr wie kein anderer und holte aus den beiden Begegnungen drei von vier möglichen Punkten. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen legte der Neuling ein furioses Saisonfinale hin und kann zu Recht von der dritten Liga träumen. Mit einem Heimsieg will Herbingers Truppe heute alles klar machen.

Die SG-Sieben ist vor dem TVG also gewarnt. Auch deshalb fordert Fleisch vehement, das Spiel aus einer aggressiven und engagierten Abwehr heraus zu führen, um dann über Tempogegenstöße zum Torerfolg zu kommen. Verzichten müssen die SG-Frauen auf die weiterhin verletzten Kathleen Wiese und Kathrin Mäurle sowie auf Daniela Weiß, die dieses Wochenende nicht aus Bremen ins Gäu kommen wird.

 “Quelle:Gäubote vom 24.April 2010″

Category: F1: Saison 09/10, Frauen 1

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