Die Abpraller bereiten Arbeit

Erstellt am 30. August 2010

Am Ende fehlte die Spritzigkeit: Beim Damen-Handballturnier in Ludwigsburg haben die Drittliga-Damen der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen unter 20 Teams in einem stark besetzten Teilnehmerfeld einen einstelligen Gesamtrang verpasst.

Von Sven Gruber

Anja Gloger (links) gegen Lana Holder von der SG BBM Bietigheim

SG-Frauenwart Ingo Janoch war letztlich aber genauso wie Chef-Coach Heiko Fleisch mit dem Auftreten des Teams zufrieden: “Das war nach dem Trainingslager am vergangenen Wochenende wieder ein Schritt nach vorne. Wir haben zwei Wochen vor Rundenauftakt stellenweise wirklich schon guten Handball gezeigt.” Heiko Fleisch indes hatte die Halle in Ludwigsburg nach der abschließenden Mannschaftsbesprechung aufgrund eines privaten Termins verlassen, weshalb er seinem Kollegen Janoch die detaillierte Analyse überließ. ”Wir sind jetzt bei guten 85 Prozent unseres Leistungsvermögens”, bilanzierte Janoch die vergangenen zwei Tage, “aber gegen die gut bestückten Ketscherinnen war der Akku einfach leer.” Deshalb wollte der Torwarttrainer die 12:17-Niederlage im Halbfinalspiel um den Einzug ins B-Finale (um Platz neun) auch nicht überbewerten: “Normalerweise ist unsere Fehlerquote im Passspiel deutlich niedriger.” Die schlechte Wurfausbeute allerdings zog sich durch den kompletten Turnierverlauf. Schon zum Vorrundenauftakt am Samstag hatte der Schweizer Erstligist TV Zofingen bei seinem knappen 14:13-Erfolg über die SG von deren Abschlussschwäche profitiert. Das Zweitligateam von BSV Sachsen Zwickau hatten Fleischs Mädels dank einer Ein-Tore-Führung kurz vor Schluss am Rande der Niederlage – doch der Ballgewinn in der Abwehr wurde vorne zur Fahrkarte und kehrte in Form eines unnötigen Gegenangriffes postwendend zurück – am Ende hieß es 15:17. Gegen den Gruppenfavoriten SG BBM Bietigheim bot die SG-Sieben trotz des 14:22 vor allem in der Defensive eine achtbare Leistung. “Wir konnten das hohe Tempo mitgehen. Klar, dass darunter die Passqualität leidet”, erklärte ein zufriedener Ingo Janoch. Vom Klassenunterschied war jedenfalls nicht so viel wie im Vorfeld erwartet zu sehen gewesen – ein gutes Indiz. Im Prestigeduell gegen die Ligakonkurrentinnen der WSG Eningen/Pfullingen hatten die SG-Frauen am Ende die Nase mit 15:12 vorne.

Kein Durchkommen für Nathalie Eisenmann gegen Walzik & Co.

Nach einer Schwächephase reichte es in der ersten Zwischenrundenpartie gegen die Ligarivalinnen von der HSG Freiburg, als nach einer starken Anfangsviertelstunde der Innenblock um Claudia Janoch und Kathrin Mäurle Lücken aufwies, nur zu einem 11:10-Zittersieg.
Die neue 3:2:1-Abwehrformation funktionierte mit zunehmendem Turnierverlauf immer besser – besonders gut gegen das österreichische Erstligateam der HC Feldkirch (25:15). Nur eine Sache regte am Ende Janoch und Fleisch gleichermaßen auf: “Bei den Abprallern waren wir zu nachlässig. Das sind vorne leichte Treffer und hinten demoralisierende Gegentore. Das müssen wir abstellen. Aber sonst sind wir gewappnet.”

Kathrin Mäurle im Zweikampf mit Emi Uchibayashi von der BSV Sachsen Zwickau

“Quelle:Gäubote vom Montag,30.August 2010″

Category: Frauen 1

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